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Zeichnungen, Aquarelle und Pastelle |
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Studien: Hierbei handelt es sich um Erprobungen des
Künstlers, wie er die hervorstechenden Merkmale des
Objekts, interessante Blickwinkel, Gesten und
verschiedene Details am besten einfängt. Bevor
beispielsweise die Fotografie erfunden wurde, war es
äußerst schwierig für das bloße Auge, den
Bewegungsvorgang der Läufe eines galoppierenden Pferdes
oder der Flügel eines abhebenden oder aufsetzenden
Vogels genau zu erfassen. Diese Schwierigkeit bestand
bei allen schnellen Bewegungsabläufen. |
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Skizzen und Entwürfe: Das sind Vorbereitungen für
ein Gemälde. Sie spielen für den Künstler die gleiche
Rolle wie die Blaupause für den Architekten. Skizzen
bereiten den Gemäldeaufbau vor: Welche Bildkomponente
findet auf der Leinwand wo und unter welchem Blickwinkel
ihren Platz? Wichtig ist diese Vorgehensweise besonders
bei Darstellungen mehrer Figuren auf demselben Gemälde. |
Zeichnungen: Sie sind eigenständige Kunstwerke. Für
jeden Künstler der wünschenswerteste Zeichnungstyp
überhaupt.
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Zeichenutensilien |
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Zeichnungen werden grundsätzlich auf Papier angefertigt.
Radiernadel, Bleistift, Kohle, Kreide, Tintenfüller,
Buntstifte oder Pinsel für Pastell- und Wasserfarbe
können dabei zum Einsatz kommen.
Aquarelle sind in Wirklichkeit also Zeichnungen und
nicht etwa Gemälde, wie viele Menschen glauben. Der
Grund dafür liegt in der Entstehungsweise der
Aquarellmalerei: Sie begann damit, als einige Maler
anfingen, ihren Zeichnungen Farbtupfer hinzuzufügen.
Pastelle heißen Zeichnungen, wenn sie zu den Studien und
Skizzen zählen; falls nicht, gelten sie als Gemälde.
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Papier |
Die
ersten Papiermühlen wurden in Italien um das Jahr 1250
errichtet, die erste deutsche 1390. Doch erst im 15.
Jahrhundert begann sich der Einsatz von Papier in der
Malerei auszubreiten, besonders in der zweiten
Jahrhunderthälfte. 1455, als Gutenberg seine berühmte
Bibel druckte, wurden etwa 45 der 180 Bibelkopien noch
auf Velin (aus Kalbsleder, in Italien aus Ziegenleder
hergestellte Pergamentart) gedruckt. Papier war noch
immer teuer und in den meisten Gegenden bis etwa 1500
schwierig zu beschaffen. Aus diesen Gründen entstanden
die meisten Papierzeichnungen erst nach 1450.
Bevor Papier verfügbar war, zeichneten die Künstler auf
Wachsplatten, Holztafeln und Schiefer. Die Zeichnungen
ließen sich wieder ausradieren und die Oberflächen
erneut benutzen. Velin und Pergament (aus Schafsleder)
waren zu teuer für zeichnerische Übungen oder
Vorbereitungen und blieben daher solchen Zeichnungen
vorbehalten, die bereits das fertige Kunstwerk
darstellten.
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Wasserzeichen |
Das
Wasserzeichen der Papiermühle liefert wertvolle Hinweise
darauf, wann und wo das benutzte Zeichenpapier
hergestellt wurde. Aus diesem Grunde bitten wir Sie
nachzuschauen, ob es ein Wasserzeichen auf Ihrer
Zeichnung gibt und uns ein scharfes, großformatiges Bild
davon zu schicken.
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Wert |
Es gibt
eine einfache Möglichkeit, den Wert einer Zeichnung
festzustellen: Denn Zeichnungen sind heute etwa so
wertvoll wie Gemälde vor 25 Jahren. Zahlreiche
Zeichnungen sind für mehrere Millionen Dollar verkauft
worden, einige wenige sogar für über zehn Millionen
Dollar.
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Verborgene Schätze |
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Zeichnungen haben kein „scharfes Profil”. Eingerahmt und
hinter Glas erwecken sie den Anschein, ein Druck zu sein.
Ungerahmt sind sie häufig zwischen Buchseiten verborgen
oder stecken inmitten von Familienpapieren, Archiven,
Stapeln alter Dokumente oder Mappen mit
Belanglosigkeiten des täglichen Lebens.
Wir untersuchen, schreiben zu, authentifizieren und
begutachten Zeichnungen und stellen Echtheitszertifikate
aus (COA, certificates of authenticity).

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